{"id":1214,"date":"2012-05-20T11:27:41","date_gmt":"2012-05-20T11:27:41","guid":{"rendered":"http:\/\/waldesleuchten.de\/?p=1214"},"modified":"2018-05-23T18:08:27","modified_gmt":"2018-05-23T18:08:27","slug":"sagenumwobenes-bodetal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldesleuchten.de\/?p=1214","title":{"rendered":"Sagenumwobenes Bodetal"},"content":{"rendered":"<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Swiss,SunSans-Regular\" size=\"2\"><br \/>\n<a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Odin-an-der-Walpurgishalle.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Odin-an-der-Walpurgishalle.jpg\" alt=\"Odin an der Walpurgishalle\" title=\"Odin an der Walpurgishalle\" width=\"225\" height=\"263\" class=\"alignright size-full wp-image-1218\" \/><\/a>An diesem herrlichen, windig-k\u00fchlen Fr\u00fchlingtag (der Eisheilige Servatius l\u00e4\u00dft gr\u00fc\u00dfen) lockt die Sonne hinaus in den Wald \u2013 diesmal ins sagenumwobene Bodetal (1) zwischen Treseburg und Thale, beginnend am Wanderparkplatz in Treseburg. Anfang April bin ich schon einmal in diesem Jahr hier gegangen \u2013 welch ein Unterschied zu diesem Maientag! Damals waren die W\u00e4lder noch kahl, bl\u00fchten zaghaft die ersten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buschwindr%C3%B6schen\" target=\"_blank\">Buschwindr\u00f6schen<\/a> und der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hohler_Lerchensporn\" target=\"_blank\">Hohle Lerchensporn<\/a> mit seinen zwei Farbvarianten, lilablau und wei\u00df. Aus dem Boden stieg noch die K\u00e4lte des Winters, grau und abweisend blickten die schroffen Gesteinsh\u00e4nge auf den Wanderer, auch die Seele noch voll von Frost und Dunkelheit, das Drau\u00dfensein nur dem wiedererwachenden Bewegungsdrang geschuldet.<!--more--> Auch heute ist die Luft noch kalt, l\u00e4\u00dft den vergangenen Winter noch erahnen, aber der Wald strahlt bereits in frischem, jungem Lichtgr\u00fcn, die Sonne blickt durch die Zweige direkt ins Herz und f\u00fcllt es mit Frohsinn und Maienliedern. Unz\u00e4hlige Blumen s\u00e4umen den Wegesrand, an manchen Stellen sind ganze H\u00e4nge voll des bet\u00e4ubenden Dufts der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einj%C3%A4hriges_Silberblatt\" target=\"_blank\">Mondviole<\/a>. Auch Maigl\u00f6ckchen, Hahnenfu\u00df und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefleckter_Aronstab\" target=\"_blank\">Aronstab<\/a> finden sich hier, eine <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6telmaus\" target=\"_blank\">R\u00f6telmaus<\/a> huscht durch das alte Laub und verschwindet in einem hohlen Baumstamm. <a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Maigloeckchen.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Maigloeckchen.jpg\" alt=\"Maigloeckchen\" title=\"Maigloeckchen\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-full wp-image-1230\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Bode rauscht und pl\u00e4tschert mal weit unten, dann wieder direkt neben dem Weg einher, der von November bis April wegen Steinschlagsgefahr f\u00fcr Wanderer gesperrt ist. Durch die Zweige t\u00f6nt der Buchfinkenschlag, Meisen turnen durch das Ge\u00e4st, und Amseln suchen an den H\u00e4ngen nach Regenw\u00fcrmern. Wie sch\u00f6n es ist, hier zu sein!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Eiche-im-Geroell.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Eiche-im-Geroell.jpg\" alt=\"Eiche im Geroell\" title=\"Eiche im Geroell\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignright size-full wp-image-1227\" \/><\/a>Weiter geht es die Bode entlang Richtung Thale, immer wieder verengt sich das Tal f\u00fcr einen Moment, tauchen gro\u00dfe Felsw\u00e4nde an der Seite auf, rauscht die Bode f\u00fcr einen Augenblick wild durch das enge steinerne Bett. Dann \u00f6ffnen sich zur Rechten gro\u00dfe Schuttfl\u00e4chen, \u00dcberreste der Hangrutsche im Fr\u00fchjahr 2010. Im April waren die knorrigen, den Schuttmassen trotzenden Eichen am Hang noch kahl, jetzt kontrastiert das frische junge Gr\u00fcn des Fr\u00fchlingsaustriebs wohltuend mit dem Grau der Steine. Noch ein wenig weiter, dann \u00f6ffnet sich der Blick auf die imposanten H\u00e4nge, die manchen Besucher vom \u201eGrand Canyon des Harzes\u201c sprechen lassen. \u00dcber Felsen geht es abw\u00e4rts, dann steht der Wanderer vor dem Bodekessel, der der Sage nach die Krone der Harzk\u00f6nigin auf seinem Grund verbergen soll, bewacht von einem Drachen. Und das kam so: Emma (in anderen Variationen Brunhilde), die Tochter des Harzk\u00f6nigs, hatte einen Mann von ihres Vaters nicht gem\u00e4\u00dfen Stands zum Mann nehmen wollen \u2013 der Vater, seines Verderbens sicher, stellte ihm die Aufgabe, einen Riesen auf Island zu bezwingen. Kehre er binnen zweier Jahre zur\u00fcck, sei die Hand der Tochter ihm gew\u00e4hrt. In zwei Jahren war das nicht zu schaffen, und so kehrte der Geliebte versp\u00e4tet zur\u00fcck \u2013 w\u00e4hrenddessen hatte der Harzk\u00f6nig seine Tochter bereits Bodo, dem K\u00f6nig des Riesengebirges, versprochen. Auf wei\u00dfem Zauberpferd floh sie vor dem unerw\u00fcnschten Freier und rettete sich mit einem k\u00fchnen Sprung \u00fcber das Bodetal. Wo der Huf ihres Pferdes auf den Stein aufschlug, bildete sich als Abdruck die heutige Ro\u00dftrappe. Ihre Krone fiel dabei in den Bodekessel, ihr Verfolger, der K\u00f6nig des Riesengebirges, st\u00fcrzte beim selben Sprung in den Flu\u00df und verwandelte sich durch seine Zauberkunst in den Drachen, der die Krone bewacht. Nach ihm soll die Bode ihren Namen haben, und dem Gl\u00fcck des jungen Paares stand nichts mehr im Wege. <a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bodekessel.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bodekessel.jpg\" alt=\"Bodekessel\" title=\"Bodekessel\" width=\"225\" height=\"284\" class=\"alignleft size-full wp-image-1225\" \/><\/a><br \/>\nWeniger Gl\u00fcck dagegen hatte ein anderes Paar, viele Jahre sp\u00e4ter: nach einer Morgenlandfahrt zum Beweis seiner Tapferkeit wurde der Graf von Reinstein beim Versuch, die Krone der Harzk\u00f6nigin zu bergen, vom Drachen zerrissen. Diese Aufgabe hatte der Vater, der Graf von Lauenburg, allen Freiern gestellt, die um die Hand seiner Tochter anhielten. (2)<\/p>\n<p>Jetzt, im Fr\u00fchjahr, im touristisch erschlossenen Bodetal, neben einer gez\u00e4hmten und wenig wasserf\u00fchrenden Bode, bei strahlendem Sonnenschein wirkt die Vorstellung eines grausigen Drachen im Bodekessels sehr unwirklich, ist n\u00e4her vielleicht inmitten eines brausenden Herbststurms. Weiter geht es, an Felsen entlang, vorbei am Gasthaus K\u00f6nigsruhe im Hirschgrund. Leider ist der Serpentinenweg durch die Schuttfl\u00e4chen, die Schurre, 1864 angelegt, nach den Felsst\u00fcrzen noch immer f\u00fcr Wanderer gesperrt \u2013 dort h\u00e4tte man sicherlich die eine oder andere botanische Seltenheit entdecken k\u00f6nnen. So mu\u00df nun eben der Pr\u00e4sidentenweg auf die Ro\u00dftrappe genommen werden, der seinem Namen alle Ehre macht: gepflegt, breit und in milden Serpentinen f\u00fchrt er hinauf zum Berghotel Ro\u00dftrappe und an den Aussichtsfelsen. Wer nicht gut zu Fu\u00df ist, kann an dieser Stelle auch den Sessellift nehmen. Die Aussicht von der Ro\u00dftrappe ist \u00fcberw\u00e4ltigend: tief unten die Bode, von Felst\u00fcrmen umgeben, die durch den fr\u00fchlingshaften Wald ragen. Gegen\u00fcber der Hexentanzplatz: diesen Abgrund konnte wirklich nur ein Zauberpferd \u00fcberwunden haben! Auf der Ro\u00dftrappe mischt sich Fliederduft auf eigenartige Weise mit dem Fischduft des bl\u00fchenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eingriffeliger_Wei%C3%9Fdorn\" target=\"_blank\">Wei\u00dfdorns<\/a>, der durch enthaltenes Trimethylamin zustande kommt, am Boden findet sich die Vielbl\u00fctige Wei\u00dfwurz (Polygonatum multiflorum).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Weisswurz.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Weisswurz.jpg\" alt=\"Vielbl\u00fctige Weisswurz - Polygonatum multiflorum\" title=\"Vielbl\u00fctige Weisswurz - Polygonatum multiflorum\" width=\"225\" height=\"213\" class=\"alignright size-full wp-image-1228\" \/><\/a>Weiter geht es, nun wieder abw\u00e4rts auf dem Pr\u00e4sidentenweg zur\u00fcck zur Bode, dann an der Talstation der <a href=\"http:\/\/www.seilbahnen-thale.de\/de\/start\/index.php\" target=\"_blank\">neuen Kabinenbahn<\/a>, die den Hexentanzplatz anf\u00e4hrt, vorbei, \u00fcber die Bode hinweg. Hier erinnert eine Tafel an den Heimatdichter und \u2013forscher Theodor Nolte (3), auf den an anderer Stelle nochmals ein Steindenkmal mit einem Sonnensymbol hinweist. Aufw\u00e4rts nun wieder, \u00fcber den Hexenstieg hinauf zum Hexentanzplatz. Man kann erahnen, wieso der Hexenstieg seinen Namen hat: steil und steinig, wie er ist, sollte man \u00fcber den Boden mit einem Besen dahinschweben, als Nichthexe bleibt einem hingegen nur der m\u00fchsame Aufstieg zu Fu\u00df. Man erreicht zun\u00e4chst den Platz vor der <a href=\"http:\/\/www.nibelungen-hort.de\/abteilung1\/508576963c0bcb601\/index.html\" target=\"_blank\">Walpurgishalle<\/a>, in deren First eingearbeitet Odin mit den beiden Raben Hugin und Munin \u00fcber das Bodetal blickt. Auch weitere mythische Tiere, mit Odin verbunden, sind in die Fassade eingearbeitet: die W\u00f6lfe Geri und Freki sowie sein Ro\u00df Sleipnir. Nebenan ist das <a href=\"http:\/\/www.harzer-bergtheater.de\/\" target=\"_blank\">Bergtheater von Thale<\/a> angesiedelt, das regelm\u00e4\u00dfig Veranstaltungen anbietet, und verl\u00e4uft ein St\u00fcck des Sachsenwalls (4).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexentanzplatz.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexentanzplatz.jpg\" alt=\"Blick vom Hexentanzplatz im Mai\" title=\"Blick vom Hexentanzplatz im Mai\" width=\"491\" height=\"300\" class=\"alignright size-full wp-image-1223\" srcset=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexentanzplatz.jpg 491w, https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexentanzplatz-300x183.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><\/a>Vom Hexentanzplatz (5) aus hat man erneut einen grandiosen Blick \u00fcber das Bodetal, tief unten, von schroffen Felsw\u00e4nden bedroht, liegt das Gasthaus im Hirschgrund wie ein winziges fragiles Spielzeug in den H\u00e4nden der gewaltigen Natur. Hier oben findet sich auch ein <a href=\"http:\/\/www.tierpark-thale.de\/\" target=\"_blank\">Tierpark<\/a>, der den Besuchern die heimische Tierwelt nahebringt. Am Tierpark entlang f\u00fchrt der Weg nun zur\u00fcck \u00fcber die H\u00f6hen nach Treseburg. Es ist schon sp\u00e4t geworden, kaum noch andere Wanderer sind unterwegs. Dann hebt ein seltsames Ger\u00e4usch im Wald an: die W\u00f6lfe des Tierparks beginnen, in mehrstimmigem Konzert zu heulen. Weit hallt der Laut in die W\u00e4lder, und tief in der Seele mu\u00df eine Resonanz f\u00fcr diesen Laut vorhanden sein, ein Zeichen aus Urzeiten, Gefahr bedeutend: trotz rationalen Wissens um den Tierpark setzt der Herzschlag in dieser Abendstunde unwillk\u00fcrlich einen Moment aus, zieht ein leichter Schauer \u00fcber den R\u00fccken: was w\u00e4re, wenn\u2026<\/p>\n<p>Ein Abstecher lockt noch zur Prinzensicht, dem letzten abgelegenen Ausblick \u00fcber das Bodetal, ein Ort voller Stille und Waldeinsamkeit nach dem touristischen Trubel auf dem Hexentanzplatz. Dann geht es \u00fcber Forststra\u00dfen, am Pfeildenkmal (6) vorbei, endg\u00fcltig zur\u00fcck nach Treseburg. Eine Bank am Aussichtspunkt \u201eWei\u00dfer Hirsch\u201c l\u00e4dt zum Betrachten des Sonnenuntergangs ein. Der steile Abstieg nach Treseburg erfolgt schon in n\u00e4chtlicher D\u00e4mmerung \u2013 ein anstrengender, aber wunderbar erlebnisreicher Wandertag ist vollendet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexenstieg-auf-die-Landschaft-um-Thale1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexenstieg-auf-die-Landschaft-um-Thale1.jpg\" alt=\"Blick vom Hexenstieg auf die Landschaft um Thale\" title=\"Blick vom Hexenstieg auf die Landschaft um Thale\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1240\" srcset=\"https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexenstieg-auf-die-Landschaft-um-Thale1.jpg 640w, https:\/\/waldesleuchten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Blick-vom-Hexenstieg-auf-die-Landschaft-um-Thale1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/font><\/p>\n<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Swiss,SunSans-Regular\" size=\"1\"><br \/>\n(1) Laut Informationstafel am Wanderweg: erstmals in einer preu\u00dfischen Verordnung 1905 als \u201eNaturschutzgebiet Bodetal in der Oberf\u00f6rsterei Thale\u201c erw\u00e4hnt,<br \/>\nam 05.03.1937 dann auf der Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes als \u201eNaturschutzgebiet Bodetal im Harz\u201c in das Reichsnaturschutzbuch eingetragen.<\/p>\n<p>(2) vgl. \u201eDie Ro\u00dftrappe\u201c sowie \u201eDie Krone im Bodekessel\u201c, aus: Im Zauberbann des Harzgebirges, gesammelt von Marie Kutschmann, mit Holzschnitten von Theodor Kutschmann, neu herausgegeben von Eva Gussek, Verlag Dr. Bussert &#038; Stadeler, Jena\/ Quedlinburg 2002, ISBN 3-932906-26-8, S. 59 \u2013 81<\/p>\n<p>(3) Laut Gedenktafel: geboren 1848 in Magdeburg, gestorben 1919 in Thale<br \/>\nEr erlernte zun\u00e4chst das B\u00e4ckerhandwerk und lie\u00df sich nach Wanderjahren in Quedlinburg nieder, in seiner Freizeit besch\u00e4ftigte er sich mit heimatkundlicher Arbeit.<br \/>\nEinige seiner Schriften:<br \/>\n&#8211; Die Ro\u00dftrappe, der Hexentanzplatz und das Bodetal in landschaftlicher und geschichtlicher Beziehung und ihre Sagenwelt<br \/>\n&#8211; Die Bedeutung der Ro\u00dftrappe als heidnische Opferst\u00e4tte des Germanentums vor 2000 Jahren<br \/>\n&#8211; Der altheilige Stein in der Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz<br \/>\nZudem bem\u00fchte er sich sehr um das Bergtheater von Thale.<\/p>\n<p>(4) Laut Informationstafel vor Ort: Vorburgbefestigung in Form eines Walls aus Granitsteinen der Homburg, die auf dem \u00e4u\u00dferen Sporn des Hexentanzplatzmassivs lag, errichtet zwischen 450 und 700 v. Chr., wahrscheinlich auch neben seiner Funktion als Fluchtburg kultisch genutzt.<\/p>\n<p>(5) Laut Informationstafel am Hexentanzplatz ist der Ursprung des Namens nicht gekl\u00e4rt; es gibt Hinweise darauf, da\u00df es der Tanzplatz der Harzk\u00f6nigin vor oder nach dem Bodesprung gewesen sein soll oder aber Rastplatz der Hexen auf ihrem Weg zur Walpurgisfeier auf dem Brocken.<br \/>\nWalpurgisfeiern wurden hier oft durchgef\u00fchrt, ihr Ursprung liegt vermutlich im germanischen Fr\u00fchlingsfest, das die Verm\u00e4hlung von Wotan mit der Fruchtbarkeitsg\u00f6ttin Freya feierte.<br \/>\nDie Heilige Walpurga, nach der die Walpurgisfeiern heute hei\u00dfen, hatte vermutlich Bindeglied zwischen germanischen und christlichen Glaubensinhalten sein sollen.<\/p>\n<p>(6) Laut Informationstafel am Denkmal: Dem Direktor der preu\u00dfischen Forstakademie an der Berliner Universit\u00e4t, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, gewidmet. Das Jagdhaus \u201eDambachhaus\u201c am Pfeildenkmal, an das das Gedicht \u201eDas Jagdh\u00e4uschen auf dem Dambachhaus\u201c auf der Informationstafel erinnert, wurde sp\u00e4ter von Erich Honecker genutzt. (Quelle: http:\/\/www.harzer-wandernadel.de\/home\/stempelstellen_details.php?id=68, abgerufen am 20.05.2012)<\/font><br \/>\n<font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Swiss,SunSans-Regular\" size=\"2\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An diesem herrlichen, windig-k\u00fchlen Fr\u00fchlingtag (der Eisheilige Servatius l\u00e4\u00dft gr\u00fc\u00dfen) lockt die Sonne hinaus in den Wald \u2013 diesmal ins sagenumwobene Bodetal (1) zwischen Treseburg und Thale, beginnend am Wanderparkplatz in Treseburg. 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